Die erste Planetenschau des Jahres 2026 steht bevor: So erleben Sie dieses spektakuläre Ereignis!
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Himmelsbeobachter sollten ihre Kalender markieren, denn ein faszinierendes Ereignis steht bevor. Sechs Planeten werden gleichzeitig für mehrere Wochen am Nachthimmel sichtbar sein, ein seltenes Phänomen, das als Planetenschau bezeichnet wird und nur wenige Male im Jahr vorkommt.
Die Planetenschau im Februar 2026 wird die Planeten Merkur, Venus, Jupiter, Saturn, Uranus und Neptun umfassen. Nur zwei Planeten fehlen noch, um das vollständige Set zu bilden – eine Erscheinung, die außergewöhnlich selten ist. Das letzte Mal, dass dieses Phänomen auftrat, war im Februar 2025. Um alle Planeten zu sehen, wird ein Teleskop notwendig sein, da das Ereignis während der Dämmerung stattfindet, was es erschwert, einige der Planeten mit bloßem Auge zu erkennen.
Wann wird die Planetenschau stattfinden?
Die beste Sichtbarkeit wird in der letzten Februarwoche erwartet, wenn sich das Phänomen gegen den Sonnenuntergang am nördlichen Himmel abspielt. Diese Planetenschau wird für Himmelsbeobachter eine Herausforderung darstellen, da es schwieriger wird, Planeten zu entdecken, während die Sonne noch teilweise am Himmel steht. Hinzu kommt die zusätzliche Schwierigkeit durch Lichtverschmutzung. Der ideale Zeitpunkt ist gegen 18:45 Uhr Ortszeit, und das Zeitfenster wird sehr knapp bemessen sein. Merkur und Venus verschwinden etwa 30 bis 45 Minuten nach dem Sonnenuntergang unter dem Horizont.
Die gute Nachricht ist, dass Merkur, Venus, Saturn und Neptun nahe beieinander am westlichen Horizont zu finden sein werden, direkt neben der untergehenden Sonne. Venus und Merkur befinden sich dabei direkt nebeneinander, während Saturn und Neptun ebenfalls nah beieinander stehen. Dies wird die Erkennung dieser vier Planeten erleichtern, was besonders vorteilhaft ist, da die Beobachtungszeit begrenzt ist.
Jupiter und Uranus hingegen werden leichter zu finden sein und bleiben lange nach dem Untergang der anderen Planeten am Himmel sichtbar. Uranus wird den südlichen Himmel entlang ziehen und dabei das Sternbild Stier passieren, bevor er einige Stunden nach Mitternacht unter dem westlichen Horizont verschwindet. Jupiter wird einen ähnlichen Pfad wie Uranus nehmen, jedoch in Begleitung des Sternbildes Zwillinge.
Die besten Daten für die Beobachtung
Für die USA, Kanada und Mexiko ist die beste Zeit zur Sichtbarkeit der Planetenschau vom 21. bis 28. Februar. Vor dem 21. Februar werden Venus und Merkur zu nah an der Sonne sein. Ab März wird Merkur erneut näher an der Sonne wandern und unter dem Horizont verschwinden, bevor er wieder sichtbar wird. Die Planetenschau wird noch etwa eine Woche andauern, bis Neptun und Saturn unter den Horizont sinken. Danach werden nur noch Venus, Jupiter und Uranus sichtbar bleiben.
Wird die Planetenschau in meiner Region sichtbar sein?
Ja, dieses Ereignis wird weltweit sichtbar sein. Laut Stellarium und Star Walk ist die Planetenschau in Regionen von Tokio bis London sichtbar, und auch auf der Südhalbkugel wird sie gut zu beobachten sein. Die genauen Daten variieren je nach Region, aber in den meisten Gebieten ist die Sichtbarkeit zwischen dem 21. und 28. Februar gewährleistet.
Wie finde ich die verschiedenen Planeten am Himmel?
Die obenstehende Karte gibt eine allgemeine Vorstellung davon, wo sich die Planeten zueinander befinden. Am besten nutzt man jedoch eine Himmelskarte und plant im Voraus. Für Desktop-Nutzer empfiehlt sich die Himmelskarte von Stellarium, während die mobile Version Stellarium Mobile (für Android und iOS) für Handy-Nutzer ideal ist. Zuerst sollte man Venus suchen, da dieser Planet am einfachsten zu erkennen ist. Danach können die anderen Planeten mit Hilfe der App gefunden werden. Jupiter und Uranus bleiben länger sichtbar, also empfiehlt es sich, diese zuletzt zu suchen.
Benötige ich spezielles Equipment?
Ja, um alle Planeten zu sehen, besonders diejenigen, die nahe an der Sonne stehen, wird ein Teleskop benötigt. Ohne Vergrößerung ist es aufgrund der Lichtverschmutzung schwierig, die Planeten zu erkennen. Uranus und Neptun sind sogar mit bloßem Auge nicht sichtbar, selbst bei völliger Dunkelheit. Ein Teleskop mit mindestens 8 Zoll Öffnung (ca. 20 cm) und einer Vergrößerung von 50x wird empfohlen. Mit dieser Ausrüstung können sogar die Ringe von Uranus und Saturn beobachtet werden. Um Neptun zu sehen, sollte man ein Teleskop mit einer Vergrößerung von mindestens 150x verwenden.
Wie bei jeder Himmelsbeobachtung gilt es, einen Ort fernab von Stadtlichtern zu wählen, um die Auswirkungen von Lichtverschmutzung zu minimieren. Achten Sie darauf, das Teleskop niemals direkt auf die Sonne zu richten, da dies schwere Augenverletzungen verursachen kann. Wählen Sie außerdem eine Nacht mit klarer Sicht und wenig Wolkenbedeckung.
Die erste von drei Planetenschauen im Jahr 2026
Planetenschauen sind seltene Ereignisse, aber im Jahr 2026 wird der Himmel gleich drei Mal ein besonderes Geschenk bieten. Der Februar markiert das erste dieser Ereignisse, gefolgt von zwei weiteren Planetenschauen im April (mit fünf Planeten) und im August (mit sechs Planeten). Wer das Ereignis im Februar verpasst, hat somit noch zwei weitere Gelegenheiten, eine Planetenschau zu erleben.
Author:
Joe Hindy
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