NASA räumt Fehler beim Starliner-Testflug ein – Einstufung als 'Typ-A'-Vorfall

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NASA hat Fehler beim Testflug des Boeing Starliners eingerumt und den Vorfall offiziell als "Typ-A-Vorfall" eingestuft. Der misslungene bemannte Flug fhrte zu erheblichen technischen Problemen und einer monatelangen Strandung der Astronauten Suni Williams und Butch Wilmore auf der ISS. Die NASA bernimmt die Verantwortung und arbeitet mit Boeing daran, die technischen Mngel zu beheben und den Starliner fr knftige Missionen flugfhig zu machen.
NASA räumt Fehler beim Starliner-Testflug ein – Einstufung als 'Typ-A'-Vorfall

Nach dem Vorfall des Boeing Starliner, der gegen Ende 2024 und Anfang 2025 für Schlagzeilen sorgte, untersucht NASA weiterhin die Ursachen und Verantwortlichkeiten für die gescheiterte Mission. Der Starliner, der bei seinem ersten bemannten Flug schwere Fehlfunktionen erlebte, führte dazu, dass die mittlerweile pensionierten Astronauten Suni Williams und Butch Wilmore monatelang auf der Internationalen Raumstation (ISS) festsaßen. In einem kürzlich veröffentlichten Bericht gesteht die US-Raumfahrtbehörde ihre Verantwortung für das misslungene Vorhaben ein.

"Das Raumschiff Boeing Starliner hat während seiner unbemannten und letzten bemannten Missionen zahlreiche technische Herausforderungen erfahren", erklärte der NASA-Administrator Jared Isaacman in einem Blogbeitrag. "Obwohl Boeing den Starliner entwickelt hat, trug NASA die Verantwortung und schickte zwei Astronauten ins All. Die technischen Probleme während der Andockmanöver an die ISS waren unübersehbar."

NASA hat die misslungene Mission nun offiziell als "Typ-A-Vorfall" eingestuft. Ein solcher Vorfall wird als "vollständiger Verlust der Mission und Sachschäden im Wert von mehr als 2 Millionen Dollar" oder als ein Vorfall definiert, bei dem "eine Besatzung an Bord eines bemannten Flugzeugs verloren geht". Beide Kriterien trafen auf den Starliner zu, dessen Entwicklung die NASA bislang 4,2 Milliarden Dollar gekostet hat.

Isaacman veröffentlichte zudem einen Brief an die NASA-Mitarbeiter auf der Plattform X, in dem er verschiedene Probleme während der Mission ansprach. Unter anderem ging es um ein "früheres Risiko bezüglich des OFT-Triebwerks, das nie vollständig verstanden wurde", Meinungsverschiedenheiten unter den Führungskräften hinsichtlich der Rückkehroptionen für Williams und Wilmore sowie eine Verzögerung bei der Entscheidung, die Mission als gescheitert zu erklären, obwohl bereits früh klar war, dass die Mission nicht erfolgreich verlaufen war.

Diese Aussagen wurden auch in einer Pressekonferenz der NASA am Donnerstag bekräftigt. NASA bekräftigte ihre Verpflichtung, gemeinsam mit Boeing an der Wiederherstellung der Flugfähigkeit des Starliners zu arbeiten und die seit dem Zwischenfall Anfang des letzten Jahres untersuchten technischen Probleme zu lösen. Isaacman gab zu, dass die "wahre technische Ursache" der Fehlfunktionen noch nicht vollständig identifiziert werden konnte, aber NASA ist zuversichtlich, dass man kurz davor ist, die Ursache zu ermitteln.

"Wir starten nicht bei Null", sagte Isaacman auf die Frage eines Reporters während der Pressekonferenz. "Wir werden die Ergebnisse mehrerer Untersuchungen teilen, die in den kommenden Stunden und Tagen ans Licht kommen werden. Boeing und NASA haben während des gesamten Prozesses zusammengearbeitet, um diese technischen Herausforderungen zu verstehen."

Ein denkwürdiger Vorfall

Der bemannte Starliner-Flug wurde mehrfach verschoben, bevor er schließlich am 5. Juni 2024 startete. Während des Flugs zur ISS erlebte die Crew mehrere technische Störungen, darunter mehrere Triebwerksausfälle, die das Andocken besonders schwierig machten. Die Rückkehr des Starliners verzögerte sich um zwei Wochen, bevor er schließlich ohne Wilmore und Williams zur Erde zurückkehrte. Diese beiden Astronauten blieben bis zu ihrer Rückkehr mit der Crew-9-Mission im März 2025 auf der ISS.

Die Geschichte des Starliners ist jedoch noch nicht zu Ende. NASA und Boeing planen, das Raumschiff im Rahmen einer unbemannten Nachschubmission zur ISS zu schicken. Der Start ist derzeit auf April 2026 angesetzt.

Author: Joe Hindy

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