KI-Rechenzentren: Was Sie über Wasserverbrauch und Energiebedarf wirklich wissen sollten
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- Last update: 05.03.2026
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Der Wasser- und Energieverbrauch von KI-Rechenzentren rückt zunehmend in den Fokus der öffentlichen Diskussion. Viele stellen sich die Frage, ob diese Einrichtungen einen erheblichen Druck auf Trinkwasserquellen ausüben oder negative Auswirkungen auf die Umwelt haben. Zudem wird die Zukunft der KI und mögliche Risiken intensiv debattiert. Sam Altman, CEO von OpenAI, äußerte sich kürzlich in einem Interview mit der indischen Zeitung The Indian Express und erklärte, dass viele der Bedenken, insbesondere bezüglich des Wasserverbrauchs, "völlig unbegründet" seien.
Auf die Frage, ob KI-Modelle wie ChatGPT übermäßig viele natürliche Ressourcen beanspruchen, antwortete Altman, dass frühere Schätzungen zum Wasserverbrauch durch Verdunstungskühlung inzwischen überholt seien. Altman stellte klar, dass die Behauptung, für jede Chatbot-Abfrage würden 17 Gallonen Wasser verbraucht, nicht mehr zutreffend sei. Stattdessen setze OpenAI heute auf moderne, wassersparende Kühlsysteme, die auf geschlossene Kreislaufsysteme setzen und den Wasserverbrauch minimieren.
Bezüglich des Energieverbrauchs der KI-Systeme erklärte Altman, dass die Bedenken diesbezüglich "berechtigt" seien. Allerdings sei es irreführend, den Energieverbrauch pro Abfrage zu betrachten. Komplexere Anfragen, wie die Generierung von Videos, erforderten deutlich mehr Energie als einfache Textabfragen. Altman betonte auch die Wichtigkeit, schnell auf erneuerbare Energiequellen wie Kernenergie, Wind- und Solarenergie umzusteigen, um den ökologischen Fußabdruck der KI-Modelle zu verringern.
Der Wasserverbrauch in Rechenzentren ist ein komplexes Thema. Leistungsstarke Server erzeugen enorme Mengen an Wärme, um die großen Datenmengen von KI-Modellen zu verarbeiten. Traditionell wird Wasser für die Kühlung entweder in Verdunstungskühlsystemen oder in geschlossenen Kreisläufen genutzt. Verdunstungskühlsysteme setzen auf die natürliche Verdunstung von Wasser zur Wärmeabgabe, während geschlossene Systeme das Wasser recyceln, ohne es zu verbrauchen. OpenAI gibt an, dass man zunehmend auf die wassersparenden, geschlossenen Kreislaufsysteme setzt.
Die globalen Verbrauchszahlen verdeutlichen das Ausmaß des Wasserbedarfs. Zwei Google-Rechenzentren in Council Bluffs, Iowa, benötigten 2024 etwa 1,4 Milliarden Gallonen Wasser, was dem Wasserbedarf von rund 28 Millionen Standardbadewannen entspricht. Meta-Rechenzentren verbrauchten 2023 etwa 1,39 Milliarden Gallonen Wasser. Zwar liegen derzeit keine Zahlen zu OpenAI für 2025 vor, jedoch ist ein Anstieg des Energie- und Wasserverbrauchs aufgrund des wachsenden Einsatzes generativer KI durchaus wahrscheinlich.
In Bezug auf den Energieverbrauch zeigen sich deutliche Unterschiede zwischen KI-gestützten Chatbots und herkömmlichen Suchmaschinen. Eine einfache Textabfrage benötigt zwischen 0,24 und 3 Wattstunden Strom, während die Erzeugung von Bildern oder Videos deutlich mehr Energie erfordert. Ein Google-Bericht aus dem August 2025 gibt an, dass eine Textabfrage bei Gemini etwa 0,24 Wattstunden Strom verbraucht, 0,03 Gramm CO₂-Äquivalente emittiert und nur 0,26 Milliliter Wasser verbraucht. Dieser Energieverbrauch entspricht etwa dem Betrieb einer Mikrowelle für 9 Sekunden.
Solarenergie stellt eine praktikable Lösung zur Energieversorgung von Rechenzentren dar, auch wenn KI rund um die Uhr Strom benötigt. OpenAI hat im Oktober 2025 ein milliardenschweres Projekt zur Nutzung von Solar- und Batteriespeicherlösungen gestartet. Unternehmen wie Meta, Microsoft, Google und Amazon erweiterten 2025 ebenfalls ihren Einsatz von Solarenergie in den USA. Dennoch bleibt die Mehrheit der Energieversorgung von Rechenzentren nach wie vor auf das allgemeine Stromnetz angewiesen, das überwiegend auf fossile Brennstoffe wie Erdgas setzt.
Die Diskussion über den Wasserverbrauch von KI-Rechenzentren verlagert sich zunehmend von unbestätigten Schätzungen hin zu einer fundierten Bewertung. Politik und Gesellschaft fordern mehr Transparenz und nachhaltige Praktiken, um sicherzustellen, dass das Wachstum der KI nicht zu Lasten lokaler Wasserressourcen oder der Stromversorgung geht. Mit der steigenden Nutzung generativer KI wird die Debatte über eine ausgewogene Balance zwischen technologischem Fortschritt und ökologischer Verantwortung weiter an Bedeutung gewinnen.
Author:
Macy Meyer
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