Adobe bleibt dem AI treu – als Nächstes: Das revolutionäre Tool, das Videos mit einem Klick bearbeitet
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- Last update: 25.02.2026
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Adobe hat kürzlich sein neues KI-Tool zur Videoerstellung vorgestellt, das den Prozess der Rohschnitt-Produktion erheblich vereinfacht. Mit der Funktion „Quick Cut“ im Firefly-Videoeditor will Adobe den Nutzern eine schnelle und einfache Möglichkeit bieten, einen ersten Entwurf eines Videos zu erstellen. Dieses KI-gestützte Werkzeug analysiert das Rohmaterial und erstellt automatisch einen ersten Schnitt, der als Grundlage für die anschließende Bearbeitung dient. Besonders nützlich ist das Tool für Formate, die sich auf Dialoge konzentrieren, wie Interviews oder Produktbewertungen.
In einer Vorführung zeigte Dave Werner, Senior Designer bei Adobe, wie unkompliziert die Nutzung des Tools ist. Er lud sämtliche A- und B-Roll-Aufnahmen eines Testberichts zu einem neuen Gaming-Headset hoch und wies die KI an, ein Video zu erstellen, das die Vor- und Nachteile sowie technische Spezifikationen des Produkts hervorhebt. Nach nur zwei Minuten hatte er bereits einen funktionalen Rohschnitt des Berichts, der als Grundlage für das endgültige Video diente.
Das Quick Cut-Tool stellt somit eine bedeutende Unterstützung für die schnelle Erstellung von Videoinhalten dar, ohne dass die Nutzer den ersten Entwurf manuell schneiden müssen. Diese Funktion ist Bestandteil der Beta-Version des Firefly-Videoeditors, der speziell für Social-Media-Creator entwickelt wurde. Im Gegensatz zu professionellen Programmen wie Premiere Pro, die sich an Experten richten, bietet Firefly eine benutzerfreundliche Oberfläche und ist vor allem für weniger erfahrene Nutzer gedacht, die keine tiefgehenden Bearbeitungsfunktionen benötigen. Der Zugang zu Firefly erfolgt über ein Abonnement, dessen Preis bei 10 US-Dollar pro Monat beginnt.
Das Ziel von Quick Cut ist es nicht, mit KI einen perfekten Endschnitt zu erzeugen, sondern den „langweiligen“ Teil der Arbeit – den ersten Entwurf – zu übernehmen. Mike Folgner, Senior Director of Product Management bei Adobe, erklärte, dass die Nutzer nach der automatisierten Arbeit der KI noch den finalen Schnitt durchführen müssen. Dazu gehört das Hinzufügen von Untertiteln oder das Feilen an Übergängen. Die KI soll den kreativen Prozess erleichtern, aber die Creatoren müssen weiterhin ihre persönliche Handschrift in das Endprodukt einfließen lassen, um ihre Markenidentität zu bewahren.
Die Einführung von Quick Cut ist ein weiterer Schritt in Adobes umfassender KI-Strategie, die darauf abzielt, KI-Technologien in ihre Kreativ-Tools zu integrieren. Adobe verfolgt das Ziel, KI in ihre bestehenden Softwareprodukte zu integrieren, um den Arbeitsprozess der Kreativen zu optimieren. Bereits jetzt hat Adobe zahlreiche KI-Funktionen in seine Programme eingebaut, darunter die KI-gestützte Clipsuche in Premiere Pro. Dennoch bleibt die Integration von KI ein umstrittenes Thema. Viele Künstler, Designer und Autoren äußern Bedenken, dass KI auf ihren bestehenden Arbeiten basiert, ohne dass sie dafür eine Entschädigung oder Erlaubnis erhalten haben.
Adobe hat jedoch wiederholt betont, dass ihre KI nicht zu minderwertigen Inhalten führen soll, sondern vielmehr als Unterstützung im kreativen Prozess dient. Mike Polner, Vice President of Product Marketing bei Adobe, erklärte Anfang 2026, dass die Integration von KI in die Werkzeuge, die Kreative bereits nutzen, der Schlüssel zum Erfolg sei. „KI wird am mächtigsten, wenn sie in die Werkzeuge integriert wird, die Kreative täglich verwenden“, so Polner.
Adobe zeigt weiterhin keinerlei Anzeichen, die Integration von KI zu verlangsamen. 2025 wurden mehr als 10 externe, Drittanbieter-KI-Modelle in Firefly integriert, und Adobe hat Partnerschaften mit OpenAI und Google geschlossen, um auf deren führende KI-Modelle zuzugreifen. Laut einem Adobe-Bericht nutzen 86% der Kreativen täglich KI in ihrer Arbeit. Diese Zahlen spiegeln den zunehmenden Einfluss von KI auf die Kreativbranche wider. In diesem Zusammenhang haben viele Kreative begonnen, ihre KI-Modelle auf deren „Persönlichkeit“ oder Fähigkeiten auszuwählen, ähnlich wie man ein Kameraobjektiv oder einen Pinsel auswählt.
Die zunehmende Nutzung von KI im kreativen Bereich hat auch Auswirkungen auf die Art und Weise, wie Inhalte erstellt werden. Laut Polner neigen immer mehr Kreative dazu, „cinematische“ und minimalistische Stile zu bevorzugen, die nostalgische Texturen wie Korn und Halbton verwenden. Diese Techniken schaffen eine größere emotionale Tiefe in den Inhalten. Diese Entwicklung verdeutlicht, dass AI-unterstützte Kreationen zunehmend an Komplexität und Vielfalt gewinnen.
Author:
Katelyn Chedraoui
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