Proton startet Angriff auf Big Tech: Neue Büro- und Videokonferenzlösungen im Anmarsch
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Das Schweizer Unternehmen Proton hat am Dienstag offiziell Proton Workspace vorgestellt, eine neue Büro-Suite, die sämtliche "Privacy-first"-Dienste des Unternehmens in einer Plattform zusammenführt. Die Suite umfasst unter anderem VPN, E-Mail-Dienste, Tools zur Dokumentenerstellung sowie ein neues Videokonferenz-Tool. Proton hebt hervor, dass Workspace Unternehmen die Möglichkeit bietet, die Abhängigkeit von großen Technologiekonzernen zu reduzieren und die vollständige Kontrolle über ihre Daten zurückzugewinnen.
Proton Workspace positioniert sich als direkte Alternative zu Microsoft 365 und Google Workspace, die vergleichbare Softwarelösungen anbieten, jedoch Kundendaten für verschiedene Zwecke nutzen. Die Einführung von Workspace erfolgt knapp vier Jahre nach dem Start von Proton Unlimited, einem Abonnementpaket, das VPN, E-Mail und Dokumentenerstellung kombiniert und primär für private Nutzer entwickelt wurde. Proton Unlimited war als kostengünstige Lösung konzipiert.
Obwohl Microsoft und Google den Markt für Bürosoftware dominieren und zusammen über 95 % Marktanteil halten, entstehen zunehmend Alternativen. Beispiele hierfür sind LibreOffice, Zoho, OnlyOffice, FreeOffice und CryptPad. Proton-Gründer und CEO Andy Yen betont, dass Unternehmen zunehmend komplette Ökosysteme anstelle einzelner Produkte bevorzugen. "Wir hören zunehmend von Kunden, die den Datenpraktiken von Big Tech misstrauen, dass sie eine sichere, gebündelte Alternative suchen, die eine einfache Migration und Integration von Google oder Microsoft ermöglicht, ohne Datenschutzkompromisse einzugehen", erklärte Yen.
Funktionen von Proton Workspace
Proton Workspace wird in zwei Varianten angeboten. Die Standard-Suite enthält Proton Mail, Calendar, Drive, Docs und Sheets, Meet (Videokonferenz), VPN und Pass (Passwortmanager). Die monatliche Gebühr beträgt 15 US-Dollar pro Nutzer, während die jährliche Zahlung 156 US-Dollar pro Nutzer beträgt, was etwa 13 US-Dollar pro Monat entspricht. Die Premium-Version umfasst alle Standard-Funktionen sowie erweiterten Speicherplatz, E-Mail-Aufbewahrungsrichtlinien, höhere Teilnehmerlimits für Meet-Calls und Lumo, einen KI-Assistenten. Diese Version kostet 25 US-Dollar monatlich oder 240 US-Dollar jährlich pro Nutzer.
CNET-Redakteur Moe Long hat bereits mehrere Proton-Softwareprodukte getestet und bezeichnet sie als solide Alternative zu Google und Microsoft für den durchschnittlichen Nutzer. Long plant, die kostenlose Version von Proton Meet auszuprobieren, die ebenfalls am Dienstag eingeführt wurde. Er lobte insbesondere den Fokus auf Datenschutz und Transparenz, ohne die Benutzerfreundlichkeit einzuschränken. "Protons Apps bieten eine echte Alternative zu Google und Microsoft. Für mich, der versucht, Big Tech möglichst zu meiden, ist die Palette von Proton-Werkzeugen, vom VPN über Passwortmanager bis hin zu Mail- und Cloud-Lösungen, sehr attraktiv", erklärte er.
Technische Details und Sicherheit
Obwohl Workspace als neue Dachmarke dient, waren die meisten enthaltenen Tools bereits verfügbar, darunter E-Mail, Cloud-Speicher, Passwortmanager und VPN. Proton betont, dass das neue Videokonferenz-Tool Meet eine End-to-End-Verschlüsselung bietet, keine Anmeldung erfordert – auch für Nutzer ohne Proton-Konto – und Meetings in Microsoft- oder Google-Kalender integriert werden können. Alle Workspace-Tools verwenden End-to-End- und Zero-Access-Verschlüsselung, sodass weder Proton noch Dritte Zugriff auf die Daten haben.
Als europäisches Unternehmen ist Proton zudem nicht verpflichtet, Daten an die US-Regierung gemäß dem US CLOUD Act herauszugeben. Proton verwendet Kundendaten außerdem nicht für Trainingszwecke von KI-Systemen.
Proton Unlimited für Privatnutzer
Für Privatnutzer könnte Proton Unlimited die passendere Wahl sein. Das Paket beinhaltet Zugang zu Proton Mail, VPN, Calendar, Drive, Pass und Wallet sowie die kostenlose Version von Meet, mit einer Beschränkung auf 1 Stunde pro Anruf und maximal 50 Teilnehmern. Die Nutzung des KI-Chatbots Lumo ist ebenfalls in der Gratisversion möglich. Ein Plus-Plan kostet 13 US-Dollar pro Monat oder 120 US-Dollar jährlich pro Nutzer. Proton Unlimited selbst kostet 120 US-Dollar pro Jahr.
Mit Proton Workspace bietet das Unternehmen sowohl für Unternehmen als auch für private Nutzer eine umfassende, datenschutzorientierte Alternative zu den marktführenden Lösungen von Big Tech. Die Suite integriert alle wichtigen Büro- und Sicherheitsfunktionen in einem einzigen System und ermöglicht eine zentrale Verwaltung aller Dienste unter Berücksichtigung höchster Datenschutzstandards.
Author:
Alex Valdes
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