MWC: Die Zukunft der Smartphones – Doch wer kann sie wirklich kaufen?
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Seit mehreren Jahren kritisieren Fachleute und Verbraucher die zunehmende Gleichförmigkeit im Smartphone-Design. Bei den jährlichen Präsentationen übernehmen viele Hersteller Funktionen von Konkurrenten, während optische Neuerungen nur selten auftreten. Das Ergebnis ist ein Markt, der weitgehend austauschbar wirkt, mit nur minimalen Verbesserungen und geringem ästhetischem Unterschied. Deshalb ziehen auf Technikmessen regelmäßig die größten Besucherströme Geräte an, die bestehende Hardwaregrenzen überschreiten. Der Mobile World Congress in diesem Jahr bildete hier keine Ausnahme.
Besucher drängten sich an den Ständen, um faltbare, umklappbare und besonders schlanke Smartphones auszuprobieren. Einige Modelle sind bereits verfügbar, darunter Samsungs Galaxy Z Trifold und Huaweis Mate XTs. Andere existieren derzeit nur als Konzepte, wie Tecnos ultradünnes Phantom Ultimate G Fold sowie das modulare Smartphone des Herstellers. Weitere Geräte sollen in naher Zukunft auf den Markt kommen, darunter Honors Robot Phone und Motorolas buchähnliches Razr Fold.
Obwohl das Angebot an Smartphones zunehmend vielfältiger wird, bleiben die Präferenzen der Nutzer weitgehend konstant. Laut Counterpoint Research stiegen die weltweiten Lieferungen von faltbaren Handys im dritten Quartal 2025 um 14 % im Vergleich zum Vorjahr, sie machten jedoch nur 2,5 % des Gesamtmarktes aus und verbleiben damit im Nischenbereich. Schlanke Modelle wie Apples iPhone Air und Samsungs Galaxy S25 Edge enttäuschten in der Praxis trotz umfangreicher Marketingkampagnen, die sie als besonders innovativ darstellten. Selbst auf Fachmessen wie dem MWC nutzten die meisten Besucher weiterhin klassische, flache Geräte.
Nabila Popal, Senior Research Director bei IDC, betonte im Dezember: „Nur weil ein Gerät beeindruckend aussieht, heißt das nicht, dass man es letztlich haben möchte.“ Die Trennung zwischen Neuheit und tatsächlicher Nutzung bleibt in der mobilen Welt bestehen. Hersteller entwickeln zunehmend ambitionierte Formfaktoren, doch bislang haben diese Modelle nicht den Sprung vom Show-Effekt zum Alltagsgerät geschafft. Möglicherweise ist dies sogar beabsichtigt: Nur exklusive Geräte erzeugen den nötigen Gesprächswert.
Die Diskrepanz zwischen Hype und realer Nutzung lässt sich vor allem auf praktische Einschränkungen zurückführen. Faltbare Smartphones haben Fortschritte bei Kamera und Akkuleistung erzielt, erreichen aber noch nicht die Leistungsfähigkeit hochwertiger Standardgeräte. Gleiches gilt für besonders dünne Modelle wie das Galaxy S25 Edge oder iPhone Air, die zugunsten einer schlankeren Bauweise auf bestimmte technische Spezifikationen verzichten. Solange schlankes Design nicht mit voller Funktionalität kombinierbar ist, greifen die meisten Nutzer weiterhin zu klassischen Geräten.
Auch die Preise stellen ein wesentliches Hindernis dar. Buchartige Faltgeräte kosten etwa 2.000 US-Dollar, Trifold-Modelle rund 3.000 US-Dollar. Dünne und leichte Smartphones verbleiben trotz eingeschränkter Funktionen meist bei etwa 1.000 US-Dollar. Viele Käufer bevorzugen daher bewährte Geräte, die alles bieten, was sie benötigen: leistungsstarke Kameras, lange Akkulaufzeiten und zuverlässige Funktionalität ohne überflüssige Extras. Für die meisten Menschen reicht ein einzelner Bildschirm für den täglichen Gebrauch vollkommen aus.
Obwohl Smartphones äußerlich oft ähnlich wirken wie vor zehn Jahren, erfüllen sie weiterhin ihre Hauptfunktion. Es ist positiv, dass Hersteller neue Wege suchen, um sich von Konkurrenz und eigenen Produkten abzuheben. Diese Bereitschaft zur Innovation sollte fortgeführt werden, um Konsumenten eine größere Auswahl zu ermöglichen. Solange jedoch nur wenige Nutzer bereit sind, über bewährte Geräte hinauszugehen, bleiben innovative Designs vor allem auf Messen sichtbar und in wenigen Taschen präsent, ohne den Massenmarkt zu erreichen.
Author:
Abrar Al-Heeti
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