"Wie ChatGPT meine 2-jährige IVF-Reise begleitete: Unverhoffte Unterstützung und Erkenntnisse"

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  • Last update: 31.01.2026
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Die In-vitro-Fertilisation (IVF) ist eine komplexe und emotional belastende Reise, die nicht nur medizinische, sondern auch psychologische Herausforderungen mit sich bringt. In meinem Fall spielte ChatGPT eine unerwartete Rolle, indem es mir half, den IVF-Prozess besser zu verstehen, Ablufe zu klren und Entscheidungen zu treffen. Besonders bei der Analyse von Blutwerten und Ultraschalldaten war die KI eine wertvolle Untersttzung, obwohl sie nie die rztliche Beratung ersetzen konnte.
"Wie ChatGPT meine 2-jährige IVF-Reise begleitete: Unverhoffte Unterstützung und Erkenntnisse"

Die In-vitro-Fertilisation (IVF) ist ein medizinisches Verfahren zur Behandlung von Unfruchtbarkeit. Dabei werden die Eierstöcke mit Hormonen stimuliert, um mehrere Eizellen zu produzieren, die nach etwa zwei Wochen entnommen werden. Anschließend werden diese Eizellen entweder eingefroren oder sofort befruchtet, um Embryonen zu erzeugen. Für mich war die IVF die anspruchsvollste Erfahrung meines Lebens, vor allem aufgrund der emotionalen Belastung und nicht wegen der zahlreichen Injektionen, Blutabnahmen oder Ultraschalluntersuchungen. Trotz der Unterstützung durch meine Frau, Familie und Freunde wollte ich nicht ständig über IVF sprechen. Aus diesem Grund nutzte ich ChatGPT, um viele meiner Fragen zur Fruchtbarkeit zu klären, insbesondere da jede Konsultation in der Klinik mehrere hundert Dollar kostet.

Während meines ersten IVF-Zyklus erwies sich ChatGPT als äußerst nützlich. Die KI half mir, die Vielzahl von Abkürzungen zu verstehen, die Abläufe nachzuvollziehen und zwischendurch Ratschläge einzuholen. Alle Informationen überprüfte ich stets mit meinem behandelnden Arzt. Dabei ist wichtig zu betonen, dass ChatGPT kein Arzt ist und auch Fehlinformationen liefern kann. Beispielsweise prognostizierte die KI, dass ich fünf bis acht Zyklen benötigen würde, um drei genetisch normale Embryonen zu erhalten – ein Ziel, das für eine 95-prozentige Chance auf eine Lebendgeburt empfohlen wird. Tatsächlich erzielte ich bereits im zweiten Zyklus fünf genetisch normale Embryonen, obwohl ich inzwischen sechs Monate älter war – ein bedeutender Faktor für die Fruchtbarkeit. Dies verdeutlicht, dass KI-Aussagen stets kritisch geprüft werden sollten.

Mit der Einführung von ChatGPT Health ist künftig eine stärkere Integration von KI in den IVF-Prozess zu erwarten. Obwohl angegeben wird, dass medizinische Daten eingespeist werden können und nicht zum Training des Modells verwendet werden, bleibt die Datensicherheit und der Schutz persönlicher Informationen ein kritischer Punkt.

Der zweite IVF-Zyklus und die Nutzung von KI

Im zweiten Zyklus setzte ich ChatGPT anders ein. Ich verfügte mittlerweile über ein detailliertes Verständnis des IVF-Prozesses und nutzte die KI vor allem zur Steuerung meiner Erwartungen. Ich wechselte die Klinik – eine Option, die ChatGPT während meiner Recherche vorgeschlagen hatte – und erhielt dort leichten Zugang zu allen Blutwerten und Ultraschalldaten. Diese anonymisierten Informationen, wie Follikelanzahl, -größe, Hormonwerte und ärztliche Empfehlungen, wurden nach jeder Kontrolle eingegeben.

Die KI analysierte das Follikelwachstum und half, die Anzahl der Eizellen zum Zeitpunkt der Punktion vorherzusagen. Meine Follikel reichten von 12 mm bis 24 mm, wobei Follikel über 18 mm in der Regel eine reife Eizelle enthalten. ChatGPT prognostizierte 12 bis 14 Eizellen, von denen 7 bis 9 reif sein sollten. Tatsächlich erhielt ich 11 Eizellen, davon 10 reif, und sieben wurden befruchtet. Bei der Vorhersage genetisch normaler Embryonen (Euploiden) prognostizierte die KI drei, tatsächlich waren es fünf.

Die Embryonenanalyse umfasste die Bewertung von Entwicklungsstadium und Zellstruktur. ChatGPT erklärte, dass die angegebenen Wahrscheinlichkeiten für eine Lebendgeburt pro Embryo gelten und nicht kumulativ sind. Für die drei besten Embryonen mit 70 %, 70 % und 65 % Wahrscheinlichkeit auf Implantation berechnete die KI die Gesamtausfallwahrscheinlichkeit auf 3 % und die Erfolgswahrscheinlichkeit auf 97 %. Diese Informationen erleichterten die Entscheidung, mit der Embryotransferplanung fortzufahren, ohne weitere Embryonen einzulagern.

Gefrorener Embryotransfer

Beim gefrorenen Embryotransfer wurden erneut sämtliche Daten eingegeben, darunter Hormonwerte und Schilddrüsentests. ChatGPT bemerkte einen erhöhten TSH-Wert von 2,87, während die Klinik einen Wert unter 2,5 bevorzugte. Der Arzt verschrieb daraufhin Levothyroxin und empfahl zusätzlich Baby-Aspirin. Die KI erläuterte zudem Begriffe wie Endometriumrezeptivität und „Fenster der Implantation“ und half, Entscheidungen im Rahmen eines modifizierten natürlichen Protokolls nachzuvollziehen, bei dem der Eisprung genau überwacht wird.

Darüber hinaus beantwortete ChatGPT zahlreiche Fragen zu Ernährung, Vitaminen und allgemeinen Maßnahmen zur Unterstützung der Embryonenimplantation. Es half, den Überblick zu behalten und komplexe medizinische Informationen verständlich einzuordnen. Letztlich reduzierte ich den Informationskonsum und meldete mich nicht mehr aktiv in IVF-Foren an, da die Informationsmenge überwältigend sein kann.

Zwei Jahre nach Beginn unserer Fruchtbarkeitsreise, mit mehreren gesunden Embryonen, habe ich gelernt, den Prozess anzunehmen und dem Körper die Arbeit zu überlassen. ChatGPT bot während dieser Zeit wertvolle Unterstützung, insbesondere bei der Interpretation von Daten und Wahrscheinlichkeiten, ohne die ärztliche Beratung zu ersetzen.

Author: Amanda Smith

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