Wie ChatGPT meine Ziele für 2026 gnadenlos, aber nützlich auseinandernahm
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Der Schwung des neuen Jahres ist vorüber, und viele Menschen haben bereits ihre Vorsätze vergessen. Es kann jedoch sehr hilfreich sein, die eigenen Ziele regelmäßig zu überprüfen. Eine wöchentliche Reflexion hilft, den Überblick zu behalten und Anpassungen vorzunehmen. Ziele sind nicht unveränderlich – sie dienen als Orientierung und können im Laufe des Jahres angepasst werden. Alle meine Ziele trage ich auf einer Notion-Seite ein und überprüfe sie sonntags nach meiner Journaling-Session. In diesem Jahr wollte ich jedoch mein System mit Hilfe von KI erweitern.
Bereits in der Vergangenheit habe ich KI als Coach zur Zielsetzung genutzt, um meinen „Traumtag“ zu beschreiben und mir Aspekte meiner Persönlichkeit bewusst zu machen, die ich vorher nicht kannte. Die Ergebnisse waren unterschiedlich, doch besonders hilfreich war es, wenn ich der KI eigene Inhalte und Ideen zuführte, statt zu erwarten, dass sie für mich „denkt“. Zu viel Vertrauen in KI kann problematisch sein. Für diese Anwendung wählte ich ChatGPT, da es vermutlich am meisten über mich weiß. Dabei gilt jedoch: Keine sensiblen Informationen teilen, da OpenAI bald Werbung im Chatbot einführen wird, was bedeutet, dass private Gespräche von Produktangeboten begleitet sein könnten. Als Alternative bleibt Claude von Anthropic, der werbefrei ist.
Ich wollte, dass die KI meine Ziele kritisch hinterfragt. Alle meine Ziele für das neue Jahr hatte ich auf einer Seite zusammengetragen, sodass ich sie leicht in ChatGPT einfügen konnte. Mein erstes Prompt war darauf ausgerichtet, Erwartungen und Aufgaben zu definieren: „Dies sind meine Ziele für 2026. Hilf mir, meine blinden Flecken zu erkennen, damit ich möglichst viele dieser Ziele erreiche. Wenn ich nur meine drei größten Ziele erreiche, gilt das Jahr als erfolgreich. Wo könnte ich scheitern? Worauf muss ich das ganze Jahr achten? Sei pragmatisch und nicht darauf bedacht, mir zu gefallen. Stelle mir Fragen, bevor du Annahmen triffst.“
ChatGPT identifizierte das größte Risiko: zu viele identitätsbezogene Ziele in einem Jahr, das sowohl physiologisch als auch emotional herausfordernd sein könnte. Einige meiner Annahmen wurden hinterfragt, etwa die Planung unter der Annahme, dass eine Schwangerschaft vorhersehbar sei, oder die Erwartung, dass meine Arbeitskapazität das ganze Jahr über konstant bleibt. Auch soziale Ziele, die mit einer Schwangerschaft kollidieren könnten, wurden angesprochen.
Die KI schlug vor, das Jahr in Quartale zu unterteilen, was sinnvoll erschien. Große Ziele für die erste Jahreshälfte sind etwa: schwanger werden, die Familie in Australien besuchen, eine neue Website und ein digitales Produkt starten. Ein intensiver Start ins Jahr würde mir ermöglichen, im November oder Dezember eine Auszeit für die Mutterschaft zu nehmen, falls eine Schwangerschaft im ersten Quartal eintritt.
ChatGPT wies darauf hin, dass ich auf mein Nervensystem achten, Entscheidungserschöpfung vermeiden und zwischen Erhalt und Wachstum unterscheiden sollte. Die Erkenntnis, dass 2026 ein Jahr des Erhalts und nicht des Wachstums sein könnte, erwies sich als besonders wertvoll. Die KI empfahl, die kognitive Belastung zu reduzieren, indem regelmäßige Trainingszeiten, feste Inhaltsformate, konstante Netzwerkstrukturen und Reise-Regeln eingehalten werden.
Zusätzlich stellte ChatGPT mehrere Fragen, um die Ziele weiter zu präzisieren: Welches Ziel könnte ich lockern, falls eine Schwangerschaft im ersten oder zweiten Quartal eintritt? (z. B. Gewichtsverlust, Karriere-Sichtbarkeit oder Umsatzsteigerung) Was bedeutet „finanziell stabil“ emotional für mich, und welches Karriereziel macht 2026 erfolgreich? Wie viele Arbeitsstunden pro Woche sind realistisch, ohne dass ich negative Gefühle entwickle? Welche sozialen Verpflichtungen sind bereichernd statt performativ?
Nachdem diese Fragen beantwortet wurden, konnte ChatGPT meine Ziele neu priorisieren und einen realistischen Plan für das Jahr erstellen. Fünf Wochen nach Jahresbeginn zeigte sich erneut, dass die finanziellen Auswirkungen einer Schwangerschaft unterschätzt wurden und dass zu viele „weiche Zusagen“ bestehen – zu viele kleine Ziele wurden gleichzeitig verfolgt.
Die KI schlug vor: Der Karriererfolg sollte in diesem Jahr an Beständigkeit und nicht an Wachstum gemessen werden. Gewichts- und Fitnessziele sollten eine Schwangerschaftsklausel enthalten. Die geplante Australienreise könnte störender sein als ursprünglich angenommen. Das größte Risiko sei „Tod durch tausend leise Überlastungen“.
Ich legte meine unverhandelbaren Ziele für das Jahr fest, und ChatGPT half mir, Prioritäten zu erkennen: Der Abbau von Schulden hat Vorrang vor Ausgaben für Konferenzen und Selbstfürsorge. Für die Australienreise muss die Planung mit der vollen Arbeitsbelastung abgestimmt werden. Vorgeschlagene Regeln für die Umsetzung lauteten: Bargeldreserve hat Vorrang vor Aufregung. Arbeitsintensive Monate sollten vorgezogen werden, enge Abstimmung mit Kunden ist nötig. Der Abschluss von Website und Produkt hat höchste Priorität. Erhalt hat Vorrang vor Wachstum.
Das Fazit zur Nutzung von KI als Zielsetzungs-Partner: ChatGPT offenbarte keine gravierenden Probleme mit den Zielen, half jedoch, Prioritäten zu überdenken und das Wesentliche zu erkennen. Da 2026 ein „Geburtsjahr“ sein könnte, wird Stabilität als Erfolgsmaßstab betrachtet und nicht Wachstum. Der Fokus liegt auf sieben unverhandelbaren Zielen, anstatt einer langen Liste von Wünschen. Zusätzlich wurden diese unverhandelbaren Punkte visuell umgesetzt, beispielsweise als iPhone-Hintergrund und in einem Design für die zukünftige Baby-Party.
Author:
Amanda Smith
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