Wer überwacht Big Techs Versprechen, die KI-Rechenzentren zu bezahlen?
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In zahlreichen US-Gemeinden wächst der Widerstand gegen die rasche Ausweitung von Rechenzentren, die für den Betrieb künstlicher Intelligenz (KI) benötigt werden. Anwohner und lokale Behörden betonen, dass diese Einrichtungen enorme Mengen an Strom und Wasser beanspruchen, die lokalen Stromnetze belasten und Lärm sowie ökologische Belastungen in den umliegenden Wohngebieten verursachen.
Vor diesem Hintergrund versuchten Präsident Donald Trump und führende Technologieunternehmen, diese Bedenken zu adressieren. Am Mittwoch unterzeichneten Vertreter der größten KI-Unternehmen im Weißen Haus das sogenannte „Ratepayer Protection Pledge“. Dieses unverbindliche Versprechen verpflichtet die Unternehmen dazu, die Kosten für den Stromverbrauch und die Kühlung der umfangreichen Serveranlagen zu tragen. Unterzeichnet wurde die Vereinbarung von Führungskräften von Amazon, Google, Meta, Microsoft, xAI, Oracle und OpenAI.
Trump erklärte bei der Unterzeichnung, dass dadurch die Technologieunternehmen und Rechenzentren den erforderlichen Strom erhalten, ohne dass die Preise für Verbraucher steigen. Er bezeichnete dies als „historischen Erfolg für viele amerikanische Familien“ und betonte gleichzeitig die Stärkung und Widerstandsfähigkeit des Stromnetzes.
Untersuchungen von CNET zeigen, dass Rechenzentren enorme Wassermengen verbrauchen, da die KI-Server bei der Verarbeitung von Milliarden Anfragen weltweit stark erhitzen. Zwei Google-Rechenzentren in Council Bluffs, Iowa, nutzten im Jahr 2024 rund 1,4 Milliarden Gallonen Wasser, während Meta-Rechenzentren im Jahr 2023 etwa 1,39 Milliarden Gallonen benötigten.
Viele Städte und Gemeinden in den USA haben den Bau von Rechenzentren entweder gestoppt oder versuchen, diesen zu verhindern. Im Jahr 2025 gehörten Tucson in Arizona und Conshohocken in Pennsylvania zu 25 Gemeinden, die Projekte blockierten. Bewohner weisen auf Umweltbelastungen durch die großflächige Nutzung von Land und steigende Nebenkosten hin.
Der Strombedarf dieser Rechenzentren ist erheblich, da einzelne Einrichtungen mehrere Stadtblöcke einnehmen können. Schätzungen zufolge verbraucht eine einzelne Chatbot-Anfrage zehnmal so viel Strom wie eine Google-Suche. OpenAI gibt an, täglich über 2,5 Milliarden KI-Anfragen zu bearbeiten.
Eine Studie der Carnegie Mellon University und der North Carolina State University aus dem Jahr 2025 prognostiziert, dass die Stromkosten bis 2030 aufgrund des Betriebs von Rechenzentren um 8 % steigen könnten, in manchen Regionen sogar um 25 %. Angesichts steigender Preise für Energie und Alltagsgüter zielen die Schritte der Trump-Regierung offenbar darauf ab, Bedenken bezüglich der Bezahlbarkeit zu reduzieren und öffentliche Kritik zu mindern. Trump äußerte, dass zuvor abgelehnte Rechenzentren künftig eher genehmigt werden könnten.
Details des Ratepayer Protection Pledge
Das Weiße Haus stellte vier zentrale Punkte des Versprechens vor:
- Bereitstellung neuer Energiequellen und Übernahme aller Kosten für die Modernisierung der Energieinfrastruktur
- Verhandlung individueller Tarifstrukturen mit Versorgungsunternehmen und Bundesstaaten sowie Übernahme der entsprechenden Kosten
- Koordination mit Netzbetreibern, um im Notfall auf Backup-Energiequellen zugreifen zu können, um Stromausfälle und Engpässe zu vermeiden
- Verpflichtung, Personal aus den Gemeinden, in denen Rechenzentren gebaut und betrieben werden, einzustellen und auszubilden
Kritiker bemängeln jedoch, dass die Umsetzung unklar bleibt. Das Versprechen ist freiwillig und rechtlich nicht bindend. Es gibt keine Vorgaben zur Durchsetzung oder zu Sanktionen bei Nichteinhaltung. Laut anonymen Quellen der Trump-Regierung liegt die Verantwortung bei lokalen Versorgungsunternehmen und Bundesstaaten, um Tarifstrukturen durchzusetzen. Zudem benötigen Unternehmen eine Genehmigung und Lizenzierung der Bundesregierung für den Bau von Rechenzentren.
Das Versprechen enthält zudem keine Regelungen zur Begrenzung potenzieller Umweltauswirkungen. Einige Unterzeichner, darunter Amazon, Meta, Oracle und Google, bestätigten ihre Zusagen online. Ob diese Maßnahmen tatsächlich Haushalte entlasten oder Kritik an Rechenzentren verringern, bleibt abzuwarten.
Author:
Alex Valdes
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