Amnezia Enthüllt Geheimen VPN-Mechanismus gegen Zensurkontrolle

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Der VPN Anbieter Amnezia hat ein neues Protokoll vorgestellt das gezielt entwickelt wurde um staatliche Zensur zu umgehen und den freien Zugang zum Internet zu sichern. Die Technologie tarnt den Datenverkehr und erschwert so die Erkennung durch Kontrollsysteme weltweit

Der VPN-Anbieter Amnezia hat ein neues Protokoll präsentiert, das entwickelt wurde, um staatliche Systeme zur Internetzensur zu umgehen. Das Unternehmen kündigte die Technologie am Dienstag an und erklärte, dass sie Nutzern helfen soll, trotz wachsender Einschränkungen durch Regierungen weiterhin auf das Internet zuzugreifen. Ziel ist es, Methoden zu schaffen, mit denen sich Zensurmechanismen schwerer erkennen lassen, wenn Menschen virtuelle private Netzwerke verwenden.

Die neue Version trägt den Namen AmneziaWG 2.0 und stellt eine Weiterentwicklung der bisherigen Version 1.5 dar. Laut Angaben des Unternehmens beinhaltet das Update eine grundlegende Veränderung der Funktionsweise des Protokolls. Die Neuerung soll verhindern, dass Zensursysteme erkennen können, ob ein Nutzer ein VPN verwendet, um auf blockierte Webseiten oder Anwendungen zuzugreifen.

Ein VPN-Protokoll beschreibt die technischen Regeln, nach denen ein Gerät mit einem Internetserver kommuniziert. AmneziaWG basiert auf dem bekannten WireGuard-Protokoll, das von zahlreichen VPN-Diensten eingesetzt wird. Die Entwickler ergänzten jedoch zusätzliche Verschleierungstechniken, um den Datenverkehr weniger auffällig zu machen und ihn schwerer identifizierbar zu gestalten.

Nach Angaben des Amnezia-Gründers Mazay Banzaev wird das globale Internet zunehmend fragmentiert, da Staaten verstärkt Technologien einsetzen, um den Zugang zum offenen Netz einzuschränken. In einigen Ländern beschränken Behörden nicht nur einzelne Webseiten, sondern versuchen, den gesamten Internetzugang standardmäßig zu kontrollieren und nur ausgewählte Dienste freizugeben.

Amnezia ist ein Open‑Source‑VPN-Unternehmen mit Sitz auf Zypern, das im Jahr 2020 gegründet wurde. Der Dienst verzeichnet rund 2,5 Millionen monatlich aktive Nutzer in seiner kostenlosen Version. Weltweit bleibt Internetzensur ein verbreitetes Phänomen. Daten des Internet Shutdown Trackers des VPN-Anbieters Surfshark zeigen, dass derzeit 17 Länder in Asien und neun Staaten in Afrika den Zugang zu sozialen Netzwerken oder Messaging-Diensten einschränken. In Europa gelten Russland und Belarus als die Länder mit den stärksten Internetbeschränkungen, während in Nordamerika, Südamerika und Ozeanien keine vergleichbaren Maßnahmen gemeldet werden.

Im Iran ist die Nutzung eines VPN für viele Menschen derzeit kaum möglich, da die Regierung seit Beginn des Konflikts mit den USA und Israel im März eine nahezu vollständige Blockade des Internetzugangs eingeführt hat. Auch in Russland werden die Kontrollen über Internetverbindungen weiter verstärkt.

Das Angebot von Amnezia umfasst mehrere Varianten des Dienstes. Neben einer kostenpflichtigen Version, die 28 US‑Dollar für sechs Monate oder 48 US‑Dollar für ein Jahr kostet, existieren auch eine kostenlose Variante, eine selbst gehostete Lösung sowie eine Business-Version. Besonders viele Nutzer stammen aus Russland, dem Iran und Myanmar, während die Nutzung in afrikanischen Staaten zunimmt.

Im März empfahl der Messaging-Dienst WhatsApp die VPN-Anbieter Amnezia und Mullvad als mögliche Lösungen für Nutzer, die in Regionen mit Einschränkungen weiterhin auf die Plattform zugreifen möchten.

Ein Virtual Private Network ist eine Technologie, die den Internetverkehr verschlüsselt und über einen entfernten Server leitet. Dadurch wird die IP-Adresse eines Nutzers maskiert und sein tatsächlicher Standort verborgen. Eine IP-Adresse ist eine eindeutige numerische Kennung, die jedem Gerät im Internet zugewiesen wird.

Durch die Verschlüsselung des Datenverkehrs entsteht eine geschützte Verbindung zwischen dem Gerät eines Nutzers und dem Internet. Die Daten werden durch einen gesicherten Tunnel zu einem entfernten Server übertragen. Dadurch kann der Internetanbieter nicht erkennen, welche Webseiten besucht oder welche Anwendungen genutzt werden.

Regierungen mit fortgeschrittener Zensurtechnik können jedoch teilweise feststellen, ob ein VPN eingesetzt wird. Dazu nutzen sie unter anderem eine Methode namens Deep Packet Inspection. Bei dieser Technik werden Datenpakete analysiert, die normalerweise in kleinen Einheiten über das Internet übertragen werden. Obwohl ein VPN den Inhalt verschlüsselt, kann das zugrunde liegende Protokoll manchmal erkannt und anschließend blockiert werden.

Amnezia erklärt, dass Version 2.0 dieses Problem adressiert, indem der Datenverkehr legitime Netzwerkprotokolle nachahmt. Dadurch soll VPN-Verkehr äußerlich wie gewöhnlicher Internetverkehr erscheinen. Für Zensursysteme wirkt die Verbindung so, als würde ein Nutzer eine normale Internetverbindung verwenden, obwohl tatsächlich ein verschleiertes VPN aktiv ist.

Eine zentrale Neuerung des Systems sind sogenannte Signaturpakete. Das Protokoll sendet bis zu fünf Datenpakete, die typische Netzwerkabfragen imitieren. Diese Pakete sollen Deep-Packet-Inspection-Systeme dazu bringen, die Verbindung als regulären Datenverkehr einzustufen. Erst danach wird die eigentliche VPN-Verbindung aufgebaut.

Laut Banzaev wurden einige Elemente aus der ersten Version des Protokolls übernommen, jedoch verändert, damit der Datenverkehr unterschiedlichen Arten von UDP-basierten Internetaktivitäten ähnelt, etwa DNS-Anfragen, QUIC-Sitzungen oder SIP-Kommunikation. Das Ziel besteht darin, Zensurtechnologien kontinuierlich einen Schritt voraus zu bleiben.

Author: Alex Valdes

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