Discord verschiebt Altersprüfungen – was steckt wirklich hinter der Entscheidung?
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Discord hat kürzlich angekündigt, dass die ursprünglich geplanten Änderungen zur Altersverifikation und der Handhabung von Inhalten für jüngere Nutzer verschoben werden. Dies erklärte Stanislav Vishnevskiy, der CTO und Mitgründer von Discord, in einem detaillierten Blogbeitrag. Laut Vishnevskiy wird das Unternehmen die Funktionen zur Altersverifikation überarbeiten und verbessern, bevor sie weltweit eingeführt werden. Diese Entscheidung wurde getroffen, nachdem die ursprüngliche Ankündigung auf erhebliche Kritik stieß.
Ursprünglich hatte Discord angekündigt, dass alle Nutzerkonten standardmäßig auf eine Teenager-Einstellung gesetzt werden sollten. Diese Einstellung sollte den Zugang zu Servern mit Inhalten für Erwachsene einschränken und bestimmte Funktionen für Nutzer limitieren, die entweder nicht automatisch als volljährig erkannt oder manuell durch Altersverifikation bestätigt wurden. Diese Maßnahme sollte ursprünglich bereits Anfang 2026 eingeführt werden, aber Discord entschied sich, den Rollout zu verschieben und die Pläne zu überarbeiten.
Vishnevskiy räumte ein, dass die erste Kommunikation des Unternehmens über die geplanten Änderungen unklar war, was zu Missverständnissen führte. Besonders viele Nutzer befürchteten, dass sie gezwungen werden würden, ein Gesichtsscanning durchzuführen und einen amtlichen Ausweis hochzuladen, um ihr Alter zu bestätigen. Vishnevskiy erklärte jedoch, dass dies nicht der Fall sei und betonte, dass Discord seine Aufgabe, klar und verständlich zu kommunizieren, nicht ausreichend erfüllt habe. „Das liegt an uns… Wir haben Fehler gemacht“, sagte Vishnevskiy.
Die überarbeiteten Änderungen, die weiterhin eine Altersverifikation beinhalten, sollen nun in der zweiten Hälfte des Jahres 2026 weltweit eingeführt werden. Discord plant, eine klarere und benutzerfreundlichere Methode zu entwickeln, um sicherzustellen, dass die Altersverifikation für alle Nutzer so transparent und sicher wie möglich ist.
Die Ankündigung stieß auf heftige Reaktionen in den sozialen Medien. Einige Discord-Nutzer kündigten an, ihre Nitro-Abonnements, den kostenpflichtigen Zusatzdienst von Discord, zu kündigen oder den Dienst sogar vollständig zu verlassen. Diese Reaktionen spiegeln die weit verbreitete Besorgnis über die Privatsphäre und die möglichen Auswirkungen der Altersverifikation wider. Infolgedessen sah sich das Unternehmen gezwungen, auf diese Bedenken einzugehen und die geplanten Änderungen zu überdenken.
Ein weiterer umstrittener Aspekt der geplanten Änderungen war die Zusammenarbeit von Discord mit Persona, einem Anbieter von Altersverifikationsdiensten. Persona arbeitet unter anderem mit Plattformen wie Reddit und Roblox zusammen. Das Unternehmen stand jedoch in der Kritik, angeblich in den Bereich der Überwachung von Nutzerdaten tätig zu sein. Persona bestreitet jedoch jegliche Verbindung zu staatlichen Stellen und betont, dass keine persönlichen Daten verkauft oder weitergegeben werden.
Discord entschloss sich, die Zusammenarbeit mit Persona zu beenden. „Im Januar haben wir einen begrenzten Test mit Persona nur im Vereinigten Königreich durchgeführt. Nach Abschluss des Tests haben wir entschieden, die Partnerschaft nicht fortzusetzen“, erklärte Vishnevskiy. „Alle Daten wurden gemäß unserer Datenschutzrichtlinie nach Abschluss der Verifikation gelöscht.“ Discord hat nun angekündigt, bei der Altersverifikation eine neue Lösung zu entwickeln, die ohne den Einsatz von Drittanbietern auskommt und die Daten der Nutzer vollständig schützt.
Zusätzlich arbeitet Discord daran, die Methode zur Schätzung des Alters der Nutzer zu verfeinern. Dabei werden Faktoren wie die Dauer der Nutzung und andere Verhaltensdaten berücksichtigt. Das Unternehmen plant, alle Prozesse der Altersverifikation direkt auf dem Gerät des Nutzers abzuwickeln, ohne dass biometrische Daten das Gerät verlassen. Ziel ist es, eine sicherere und datenschutzfreundlichere Lösung zu entwickeln.
Der Sicherheitsvorfall, bei dem Nutzerdaten betroffen waren, führte ebenfalls zu Bedenken in der Nutzergemeinschaft. Discord teilte mit, dass die Zusammenarbeit mit dem betroffenen Anbieter 5CA beendet wurde und man künftig mehr Transparenz in der Kommunikation mit den Nutzern anstrebe. „Zur Klarstellung: Wir verwenden diesen Anbieter nicht für die Altersverifikation“, sagte Vishnevskiy. „Wir arbeiten nicht mehr mit ihm zusammen und haben aus diesem Vorfall die richtigen Lehren gezogen.“
Discord hat sich somit dazu entschlossen, seine geplanten Änderungen zur Altersverifikation und zur Nutzung von Drittanbietern gründlich zu überarbeiten. Das Unternehmen hat die Rückmeldungen der Nutzer ernst genommen und plant nun, eine Lösung zu entwickeln, die sowohl die Privatsphäre der Nutzer schützt als auch die gesetzlichen Anforderungen erfüllt. Die Anpassungen sollen in der zweiten Hälfte des Jahres 2026 weltweit ausgerollt werden.
Author:
Omar Gallaga
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