Disneylands 3D-gedrucktes Dschungelkreuzfahrt-Kanu: Ein Blick hinter die Kulissen
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- Last update: 14.02.2026
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Die Dschungelkreuzfahrt in Disneyland präsentiert sich als eine der bekanntesten Attraktionen des Parks. Die Besucher durchlaufen eine Warteschlange, die um ein zweistöckiges Holzbootshaus führt, gefüllt mit Requisiten, die Expeditionen in entfernte Länder nachbilden. Am Eingang werden die Gäste von Disney-Mitarbeitern in Khaki-Kleidung unterstützt, in kleine Boote einzusteigen, um die Fahrt durch die detailgetreu gestalteten Flusslandschaften zu beginnen. Die Attraktion kombiniert animatronische Tiere, humorvolle Skipper-Wortspiele und Szenen, die Flüsse wie Amazonas, Kongo, Mekong und Nil darstellen.
Walt Disney war ursprünglich selbst an der Entwicklung beteiligt. Heute ergänzt ein neues Element die klassische Fahrt: ein 3D-gedrucktes Requisitenboot. Während kleine 3D-Drucke oft im Heimgebrauch erstellt werden, zeichnet sich die industrielle Fertigung durch deutlich größere Dimensionen aus. Das in Florida ansässige Unternehmen Haddy erklärt, dass es in der Lage sei, ganze Welten mit 3D-Druck zu erschaffen. Jay Rogers, Mitgründer und CEO von Haddy, berichtete, dass das erste 3D-gedruckte Boot nun in einem Disney-Park installiert wurde. Die Premiere fand während der Disney Demo Days in den Walt Disney Studios in Burbank, Kalifornien, statt.
Die 3D-Drucktechnologie hat sich seit Mitte der 2010er Jahre etabliert. Drucker verwandeln kleine Polymerpellets, Fäden oder flüssiges Harz in fertige Objekte. Digitale Dateien ermöglichen die Produktion von vielfältigen Projekten, von Spielzeugfiguren bis zu Möbelstücken. Haddy fertigte auch einen leuchtenden Mickey-Kopf, der in den Walt Disney Studios an einem Baum hängt. Heimdrucker kosten zwischen 180 und 400 US-Dollar, während industrielle Maschinen Objekte von der Größe eines Café-Counters bis hin zu ganzen Häusern herstellen können, einschließlich Booten.
Das neue 3D-gedruckte Kanu wird nun auf der Dschungelkreuzfahrt eingesetzt. Zusammen mit den künstlichen Tieren ergänzt es die Flusslandschaften von Amazonas, Kongo, Nil und Mekong. Walt Disney Imagineering arbeitete eng mit Haddy zusammen, um das Boot so zu gestalten, dass es den Charakter der bestehenden Requisiten bewahrt und gleichzeitig die 3D-Drucktechnologie integriert. Chris Hill, Associate R&D Imagineer bei Disney, erklärte, dass das alte Boot zunächst dreidimensional gescannt wurde, um exakte Dimensionen zu erhalten. Anschließend wurde anhand einer Fotovorlage aus den 1960er Jahren ein Modell erstellt, das als Grundlage für den 3D-Druck diente.
Haddy, 2022 gegründet, stellt Möbel und Wohnaccessoires her. Die Zusammenarbeit mit Disney entstand nach der Auswahl als eines von vier Startups im Disney Accelerator Program 2025, das Finanzierung, Mentoring und Plattformzugang bietet. Laut Rogers ermöglicht der 3D-Druck eine schnelle Umsetzung von Ideen, spart Zeit und Material, da die Objekte recycelbar sind. Während ein traditionelles 20-Fuß-Boot etwa 1.000 Arbeitsstunden erfordert, benötigt Haddy für das 3D-gedruckte Kanu lediglich 70 Roboterstunden. Änderungen am digitalen Modell lassen sich unkompliziert umsetzen, ohne neue Formen anfertigen zu müssen.
Nick Blackburn, Executive für technische Geschäftsoperationen bei Disney, erläuterte, dass das Team nach geeigneten Partnern für 3D-Drucktechnologien auf Messen und Konferenzen gesucht habe. Das Projekt zeigt, wie moderne Fertigung, Robotik und innovative Materialien eingesetzt werden können, um Themenparks effizienter zu gestalten. Trotz der Polymerkonstruktion bleibt die charakteristische Disney-Atmosphäre erhalten. Weitere Requisiten wie 3D-gedruckte Zäune und Beleuchtungselemente in den Walt Disney Studios verdeutlichen die Vielseitigkeit der Technologie.
Experten bestätigen, dass 3D-gedruckte Objekte dieselbe spielerische Wirkung wie traditionelle Requisiten erzeugen können. James Bricknell von CNET weist darauf hin, dass die Boote individuell gestaltbar, schneller und kostengünstiger herstellbar sind und dennoch schwimmfähig bleiben. Disney Imagineers integrieren fortlaufend neue Technologien wie künstliche Intelligenz, Robotik und Drohnen in Parks und Attraktionen. Mit Haddy sollen künftig nicht nur Boote, sondern auch weitere Attraktionen, Möbel für Hotels und Set-Elemente für neue Fahrten produziert werden, darunter Türen für die Monstropolis-Attraktion in Disney World oder Felsenlandschaften für Star Wars: Galaxy's Edge.
Michael Hundgen von Walt Disney Imagineering erklärte, dass die eingesetzten Technologien dazu dienen, kreative Teams zu unterstützen und die Geschichten des Unternehmens zum Leben zu erwecken. Traditionelle Requisiten aus glasfaserverstärktem Kunststoff werden zunehmend durch polymerbasierte 3D-gedruckte Elemente ersetzt. Ob die Gäste den Unterschied bemerken, bleibt abzuwarten, doch die neue Technologie eröffnet vielseitige Möglichkeiten für eine effiziente und flexible Gestaltung der Attraktionen.
Author:
Corinne Reichert
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