Apple enthüllt rätselhafte Lippenlese-Technologie – ein Blick in unsere Zukunft?
- Startseite
- Technologie
- Apple enthüllt rätselhafte Lippenlese-Technologie – ein Blick in unsere Zukunft?
- Last update: vor 4 Tage
- 4 Min. Lesezeit
- 574 Aufrufe
- Technologie
Apple hat kürzlich das israelische Unternehmen Q.ai übernommen, das eine neuartige Technologie entwickelt, die Lippenbewegungen und subtile Gesichtsbewegungen erkennen kann. Mit dieser Technik könnte ein KI-Assistent verstehen, was eine Person denkt oder sagen möchte, ohne dass ein Ton gesprochen wird. Die Technologie könnte über Brillen, Ohrhörer oder Smartphone-Kameras integriert werden, was neue Möglichkeiten für die Interaktion mit tragbaren Geräten eröffnet.
Die Übernahme von Q.ai durch Apple soll Berichten zufolge rund 2 Milliarden US-Dollar betragen haben, was die bisher größte Investition des Unternehmens seit dem Kauf von Beats vor etwa zehn Jahren darstellt. Während Beats weithin bekannt war, ist Q.ai bislang nur wenigen Experten vertraut. Dennoch deuten die Entwicklungen darauf hin, dass diese Technologie ein wesentlicher Baustein für zukünftige Schnittstellen persönlicher Geräte werden könnte.
Q.ai wurde von Aviad Maizels gegründet, der zuvor auch PrimeSense ins Leben gerufen hat. PrimeSense entwickelte Infrarot-basierte Raum-Scanning-Technologie, die für die Kinect-Kamera der Xbox eingesetzt wurde. Apple erwarb PrimeSense 2013, und die Technologie wurde später in die TrueDepth-Kamera für Face ID integriert, die auch in Apples Vision Pro zur Handbewegungserkennung verwendet wird.
Die Patente von Q.ai beschreiben, dass die Technologie winzige Gesichtsmuskeln und emotionale Ausdrücke über optische Sensoren erfassen kann. Sie ermöglicht so stille Eingaben für KI-Systeme oder die Erkennung subtiler Gesichtszüge. GeekTime berichtet, dass Q.ai Muskel- und Lippenbewegungen messen kann, wenn die Sensoren in der Nähe des Mundes platziert werden. Die bestehende Vision Pro erkennt Gesichtsausdrücke, wandelt Lippenbewegungen jedoch noch nicht in Sprache um. Dies könnte sich mit der Integration von Q.ai ändern.
Apple verfolgt bereits die Entwicklung eines Ökosystems aus KI-basierten Wearables, darunter Pins, Brillen, Ohrhörer und Uhren. Jedes dieser Geräte könnte künftig von Q.ai-Technologie profitieren. Besonders Kopfhörer und Brillen erscheinen dafür geeignet. Die nächsten AirPods sollen Infrarotkameras enthalten, was die Verbindung der Geräte mit der neuen Technologie erleichtert. Auch Mixed-Reality-Headsets wie Vision Pro könnten davon profitieren, da sie bereits Augenbewegungen, Gesichtsausdrücke und Handgesten erfassen, aber die Interaktion bisher noch kompliziert ist.
Augmented-Reality-Expertin Helen Papagiannis erklärt, dass Apples KI-Pin eher als Schnittstelle im Ökosystem zu verstehen sei, die Daten zwischen Geräten wie AirPods und Brillen teilt, statt als eigenständiges Produkt zu fungieren. Der Fokus liegt auf gemeinsamen Sensoren und intelligenter Verarbeitung über mehrere Geräte hinweg.
Aktuelle Smart-Brillen von Meta oder kommende Modelle von Google nutzen hauptsächlich Sprachsteuerung. Eine stille Interaktion könnte Vorteile bieten, ähnlich wie neuronale Armbänder, die Augenbewegungen oder Gesten in die Steuerung einbeziehen. Google plant zudem die Integration von Gesten über Smartwatches in Brillen. Diese Entwicklungen zeigen, dass das stille Eingeben von Befehlen ein wachsendes Feld ist.
Gleichzeitig wirft die Technologie Fragen zum Datenschutz auf. Geräte, die Lippenbewegungen oder subtile Gesichtsausdrücke erkennen, könnten theoretisch zur Überwachung verwendet werden. Daher wird es entscheidend sein, diese Systeme so zu gestalten, dass sie privat und sicher bleiben. Stille Eingaben könnten dabei ein natürlicherer und sichererer Weg sein, mit Geräten zu interagieren.
Die Weiterentwicklung von Schnittstellen geht über Lippenlesen hinaus. Elektromyografie-basierte Systeme von Meta nutzen Muskelimpulse, um komplexe Eingaben wie Handgelenkgesten zu ermöglichen. Auch andere israelische Unternehmen entwickeln neuronale Armbänder, die elektrische Signale der Motorneuronen nutzen, um subtile Eingaben zu erfassen. Elektroenzephalografie (EEG) wird derzeit vor allem in medizinischen Anwendungen genutzt, könnte aber zukünftig ebenfalls Teil von tragbaren Schnittstellen sein.
Insgesamt deutet die Übernahme von Q.ai darauf hin, dass Apple und andere Unternehmen für Wearables, Brillen und VR/AR darauf hinarbeiten, tragbare Geräte enger mit den Nutzern zu verbinden. Die Technologie mag auf den ersten Blick ungewöhnlich oder unheimlich wirken, sie entspricht jedoch einem klaren Trend in der Branche: Geräte sollen auf nonverbale Weise reagieren und die Interaktion mit Menschen natürlicher und nahtloser gestalten. Apples Schritt ist daher ein logischer Teil dieser Entwicklung.
Author:
Scott Stein
Share This News
Winterolympiade 2026: So Erleben Sie Die Eishockey-Action Live
Die Eishockey-Wettkämpfe der Olympischen Winterspiele 2026 in Mailand-Cortina beginnen am 5. Februar und versprechen spannende Action. Vom Vorrundenspiel bis zum Goldmedaillenspiel am 22. Februar könn...
vor 3 Stunden 4 Min. Lesezeit Technologie Kevin Lynch
8 unverzichtbare Sicherheitsstrategien: So schützen Sie sich beim Einsatz von KI-Chatbots
Die Nutzung von KI-Chatbots bietet viele Vorteile, birgt jedoch auch Risiken, wenn man nicht vorsichtig ist. Besonders wichtig ist es, keine sensiblen persönlichen Daten zu teilen und sich der Gefahre...
vor 3 Stunden 3 Min. Lesezeit Technologie Amanda Smith
So Planst Du Deine Super Bowl-Party Mit Apples "Einladungen"-App
Mit der "Einladungen"-App von Apple kannst du deine Super Bowl-Party jetzt ganz einfach planen. Vom Erstellen einer einzigartigen Einladung über die Festlegung des Datums und Ortes bis hin zur Integra...
vor 4 Stunden 4 Min. Lesezeit Technologie Jeff Carlson
Wir haben 35 Smartphones auf Akkulaufzeit getestet: Diese 2 Marken setzten sich an die Spitze
Unsere Tests von 35 Smartphones zeigen klar, dass Apple und OnePlus bei der Akkulaufzeit führend sind. Besonders das iPhone 17 Pro Max und das OnePlus 15 überzeugen durch hohe Effizienz und große Batt...
vor 4 Stunden 4 Min. Lesezeit Technologie Patrick Holland
Apple enthüllt geheimes Werkzeug, das Unordnung auf Fotos verschwinden lässt
Apple hat ein neues Werkzeug namens "Clean Up" vorgestellt, das es ermöglicht, störende Objekte aus Fotos zu entfernen. Mit Hilfe von Künstlicher Intelligenz erkennt das Tool unerwünschte Elemente und...
vor 5 Stunden 5 Min. Lesezeit Technologie Jeff Carlson
Xbox Cloud Gaming mit Werbung: Was Sie wissen müssen über Startdatum, Kosten und mehr
Xbox plant eine neue werbefinanzierte Option fuer Cloud Gaming, die Spielern erlaubt, Xbox-Titel auf Smartphones, Tablets und Smart-TVs zu streamen. Details zu Startdatum, Dauer und Verfuegbarkeit ein...
vor 6 Stunden 3 Min. Lesezeit Technologie Oscar Gonzalez
Die Lösungen des NYT Mini-Kreuzworträtsels vom Mittwoch, 4. Februar – Entdecke die Antworten!
Die Lösungen für das Mini-Kreuzworträtsel der New York Times vom 4. Februar 2026 sind nun verfügbar. In diesem Artikel finden Sie die Antworten auf alle Fragen des Kreuzworträtsels, darunter Hinweise ...
vor 13 Stunden 2 Min. Lesezeit Technologie Gael Cooper
"Das Ende von 'Fallout' Staffel 2: Die größten Geheimnisse des Finales enthüllt"
Die zweite Staffel von Fallout ist mit einem spannenden Finale zu Ende gegangen und liefert zahlreiche neue Hinweise auf die Zukunft der Serie. Maximus, Lucy und The Ghoul erreichen ihre Ziele, doch n...
vor 14 Stunden 5 Min. Lesezeit Technologie Aaron Pruner
„So schützt du свой телефон на митинге: полезные советы для активистов“
Die Teilnahme an Protesten kann gefährlich sein, besonders wenn es um den Schutz persönlicher Daten auf deinem Mobiltelefon geht. Handys sind nicht nur nützlich, um Informationen zu teilen oder Missst...
vor 17 Stunden 5 Min. Lesezeit Technologie Jeff Carlson
Französische Polizei Durchsucht X-Büros in Paris, während Großbritannien Ermittlungen zu Grok Aufnimmt
Am Dienstag durchsuchte die französische Polizei mehrere Büros von X in Paris. Die Ermittlungen betreffen den Verdacht auf die Verbreitung von sexuell expliziten Deepfakes und Holocaust-Leugnung. Glei...
vor 19 Stunden 3 Min. Lesezeit Technologie Alex Valdes